Die Geschichte von Oerlikon Barmag beginnt am 27. März 1922, als die Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG und die N. V. Nederlandse Kunstzijde Unie Enka, in Barmen (im jetzigen Wuppertal) die „Barmer Maschinenfabrik Aktiengesellschaft“ gründeten. Unternehmensziel war, als Hausmaschinenfabrik der „Glanzstoff“ Maschinen für die rasch wachsende Chemiefaserindustrie zu konstruieren und zu bauen. Die Barmag gehörte damit zu den ersten Maschinenfabriken der Welt, die die Entwicklung eigener Maschinenkonstruktionen für die junge Chemiefaserindustrie aufnahmen.1927 wurde der Sitz nach Lennep verlegt.
Das Produktionsprogramm der Gesellschaft umfasste zunächst im Wesentlichen Spinnmaschinen und Spinnpumpen für Viskoseseide und für Kupferseide, dann folgten Zwirnmaschinen, Haspelmaschinen und Spulmaschinen sowie eine der ersten Doppeldraht-Zwirnmaschinen für Rayon-Reifenkord. Das Prinzip, bei einem Spindelumlauf zwei Drehungen in den Faden einzubringen, war seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, doch erst mit der Erfindung der 1930 für Barmag patentierten Speicherscheibe wurden Doppeldrahtzwirnmaschinen industriell einsetzbar.