Bereits im Folgejahr spezialisierte er sich auf Schaumweine, die er nach der Methode der Champagne erzeugte, und brachte so in Österreich den ersten weißen Schaumwein auf den Markt. In der Folge kaufte auf Grund der Bodenbeschaffenheit in Vöslau die Weingärten in der Riede Goldeggen, wo auch die Reben für den Rotwein, den er ab 1844 produzierte, ausgezeichnet gediehen.[Anm. 1] Seine Weine bekamen bereits 1845 sowohl in London als auch bei der Wiener Gewerbeausstellung Auszeichnungen. Weitere Medaillen erhielt er 1854 in München, 1855 in Paris, 1861 in London, 1865 in Dublin, 1866 in Wien. 1862 kam der Vöslauer Sparkling,[Anm. 2] wie er den Schaumwein inzwischen nannte, auf die Weinkarte der britischen Königin Victoria. Auch in Wien wurde Schlumberger zum K.u.k. Hoflieferanten.
Mit dem Namen Vöslauer Goldeck wurde auch eine Cuvée von ihm zum Markenschutz angemeldet. Es ist dies die älteste Weinmarke Österreichs. Schlumberger schickte seinen Vöslauer Goldeck auf der SMS Novara auf Testreisen für den Export. Der Vöslauer Schaumwein fand sogar Eingang in die Literatur.
Von seinem Unternehmen ausgehend gründete er auch zahlreiche Filialen im Ausland, wie 1863 in London oder 1876 in Berlin. Vertretungen hatte er auch in den Vereinigten Staaten. In seiner neuen Heimat in Bad Vöslau war Schlumberger von 1864 bis 1870 Bürgermeister der Gemeinde.[1] Ein Jahr vor seinem Tod im Jahr 1878 wurde Schlumberger noch als Edler von Goldeck in den erblichen Adelsstand erhoben.
Nach dem Tod des Firmengründers wurde das Unternehmen als offene Handelsgesellschaft aufgeteilt auf seine drei Söhne: Otto Schlumberger von Goldeck (* 25. August 1846 in Vöslau, † 6. April 1934 in Wien), Finanzen, Einkauf; Gustav Schlumberger von Goldeck (* 27. Januar 1848 in Wien, † 25. Dezember 1921 in Vöslau), Absatz im In- und Ausland, sowie Robert Schlumberger von Goldeck, Landwirtschaft.
Die Sektkellerei Schlumberger in Wien und das Weingut in Vöslau wird heute von der Underberg AG betrieben